l i c h t - p l a t t f o r m . o r g

Wissen über Licht und Beleuchtung

Licht-Wissen   Neues Beleuchten mit LEDs und OLEDs
Reportage
Problemlösungen
Geschichte
die elektronische Revolution   Licht-Checklisten
  Eingang  

Licht-Plattform.com

 

Buch "Licht und Beleuchtung"

 

Problem: Büro-Stehleuchten -Die Qual der Wahl


Es gibt mittlerweilen einige hundert Stehleuchten für die Beleuchtung von Büros.

So sieht sich der einzelne Interessent, Architekt oder Innenarchitekt vor einer unerschöpflichen Flut von Produkten.

Die nachstehenden Kriterien sollen erlauben, eine vernünftige Auswahl zu treffen. Sie sind bewusst nicht produktebezogen dargestellt.

Lampen für die Leuchten

In Frage kommen sowohl Leuchten mit Hochleistungs-Leuchtstofflampen T5 HO (high-output),z.B. 24W (reine Lichtausbeute ca. 90 lm/W d.h. Lumen pro Watt Verbrauch), oder mit Kompakt-Leuchtstofflampen z.B. 55W (reine Lichtausbeute ca. 87 lm/W).

Von diesen Werten sind aber abzurechnen:
1.der Verlust der Vorschaltgeräte;
2.der Verlust, welcher durch die Lichtlenkung in der Leuchte entsteht.
Daraus ergibt sich dann der reine Leuchten-Wirkungsgrad.

Neu sind auch Leuchten mit LEDs erhältlich. Die meisten LEDs geben aber ein sehr weisses, nicht unbedingt angenehmes, Licht. Allerdings gibt es auch LEDs mit wamweissem Licht. Technisch ist noch einiges an Entwicklung notwendig, um einen guten Standard zu erreichen. Die Lichtausbeute von LEDs ist zur Zeit noch relativ niedrig, dagegen sind die Kosten noch hoch. Aber: die Entwicklung schreitet sicher in Richtung LEDs weiter.Hier können Sie mehr über LEDs erfahren:

Die Leuchten

Die Lichtausbeute (lm/W = Lumen pro Watt Verbrauch) der Leuchte ist wesentlich. Es gibt hier sehr klare Unterschiede, wie die nachstehende Tabelle zeigt. Diese Tabelle aus dem schweizerischen Label „Minergie®“ ist hier bewusst nicht produktebezogen eingesetzt worden.

 

Weitere Informationen sind unter www.topllcht.ch erhältlich.

Die untere Grenze ist bei 60lm/W anzusetzen, sehr gut sind >65lm/W. Die Information sollte jeder Hersteller liefern können.

Eine technisch gute Leuchte bringt einen Indirektlicht-Anteil von ca. 70-80% über die Decke zur Raum-Aufhellung sowie einen entsprechenden Direktlicht-Anteil auf die Arbeitsfläche.

Tageslicht und Anwesenheit von Personen

Das vorhandene Tageslicht soll unbedingt einbezogen werden. Die Anwesenheit von Personen soll des Weiteren die Beleuchtung steuern. Allein diese beiden Kriterien können den Jahres-Energieverbrauch um bis zu 75% senken!

  Die Ausstattung der Räume

Wesentlich ist aber auch die Gestaltung der Räume, der Arbeitsplätze sowie die farbliche Ausstattung.

Die Farben der Räume

Die Decke soll unbedingt in weiss gehalten sein. Es gibt matt-reflektierende Farben, die die Lichtausbeute stark erhöhen, ohne zu blenden.

Wände und Böden sollen in hellen matten Farben gehalten sein. Dunkle Farben können den Raumwirkungsgrad, der mit einbezogen werden muss, um bis zu 40% senken. Ideal ist ein Raumwirkungsgrad von ca. 65%.

Zur Psychologie der Farben:

hellblau beruhigt, hellgelb regt an. Der Boden kann in einer hellen Farbe gehalten sein, passend zu den Wänden.

Der Unterhalt der Beleuchtung:

Eine gute Wartung und entsprechende Reinigung der Leuchten bringt weitere grosse Vorteile.

Die Werte Leuchtenwirkungsgrad, Raumwirkungsgrad und Wartungsfaktor sind negativ kumulierend. Das bedeutet weitere Abweichungen bis zu 200%.

  Die Gestaltung der Arbeitsplätze

Eine gute Platzierung der Leuchte, z.B. zwischen zwei Arbeitstischen erlaubt oft die Beleuchtung von zwei Arbeitsplätzen. Das bedeutet eine weitere namhafte Einsparung.

Arbeitstische sollen quer zu den Fenstern (rechts in der Abbildung) angeordnet werden.

Die Arbeitsflächen, besonders aber die Tastaturen müssen matt sein, da sonst Blendung ensteht.

Eine direkte Lichteinstrahlung auf Bildschirme ist zu vermeiden, diese ermüdet die Augen.

Eine durchschnittliche Bewertung fordert ca. 500 lux auf die Arbeitsflächen, ca. 200-300 lux in der Umgebung.

Eine einfache Planung kann mit dem Tool Planungs-Tabelle selbst durchgeführt werden.

Arbeitsraum mit 3 Schreibtischen und hinten einem kleinen Besprechungs-Tisch. Fläche ca. 38m2, es reichen 3 Stehleuchten mit je 4 Kompakt-Leuchtstofflampen zu 55W für die Beleuchtung. Das ergibt mit dem Geräteverbrauch ca. 700W/Stunde, d.h. knapp unter 20W/m2, Die Arbeitstische sind gut beleuchtet (ca. 500 lux).. Das Umfeld gibt genügend Licht zum sehen, ohne übertriebene Kontraste (ca. 300 lux).Das Verhältnis Licht auf Arbeitsplatz zu Licht im Umfeld ist unter 3:1. Die Leuchten funktionieren in Ergänzung zum Tageslicht und bei Anwesenheit von Personen. Hieraus resultiert eine hohe Einsparung.

 

Fassen wir kurz zusammen:

1. Raum planen (Architektur, Innenarchitektur, Farben)

2. Möblierung und Arbeitsplätze planen

3. Leuchtentypen vergleichen

4. Einfache Planungen können Sie selbst durchführen. Bei komplexen Planungen ist es vorteilhaft, einen Beleuchtungsplaner beizuziehen.

 
Diese Tabelle erlaubt Ihnen, selbst die wichtigsten Kriterien zu erfragen und zu vergleichen

Stehleuchte Quelle
1
2
3
4
5
Bezeichnung Hersteller
Hersteller
Lampen- (Leuchtmittel)Typ
Verbrauch total, inkl. Vorschaltgeräte Hersteller
Verbrauch im Standby-Modus Hersteller
Lichtstrom Hersteller
Lichtausbeute Leuchte Hersteller
Anteil Direktlicht Hersteller
Tageslicht-abhängige Steuerung Hersteller
Personen-Anwesenheit abhängige Steuerung Hersteller
Preis Anschaffung, inkl. Lampen Verkäufer
Formale Beurteilung Eigene